Leistungen

Geplantes Energiesparsystem

System NAP

Eigenschaften

Unsere NAP-Anlagen arbeiten auf dem Prinzip eines Spartrafos.

Die Vorteile dieses Prinzips wie:

kombiniert mit einer elektronischen Steuerung, ergeben bisher noch nicht dagewesene Möglichkeiten bei der Energieeinsparung.

Wegen der Erweiterung der Toleranzen des Netzspannungsbereiches auf bis 253 V haben wir unsere Trafos auf eine 4. Absenkstufe mit insgesamt 50 V Spannungsreduktion ausgestattet. Somit stehen, bezogen auf eine Eingangsspannung von 230 V, die Ausgangsspannungen 230/210/200/190/180 V zur Verfügung.

Jeder Trafo besitzt seine eigene Microcontroller-Steuerung, die diesen individuell steuert. Da bei mehrphasigen Systemen die Phasenspannungen voneinander abweichen können, ist es somit möglich, durch den Einsatz eines Trafos je Phase, diese optimal entsprechend der jeweiligen Phasenspannung zu regeln. Es stehen 4 Baugrößen mit unterschiedlicher Leistung zur Verfügung. Die Trafos mit 2,5 kVA, 5 kVA, 10 kVA und 15 kVA können in mehrphasigen Systemen frei kombiniert werden, ganz auf den jeweiligen Leistungsbedarf der einzelnen Phasen zugeschnitten.

Das Konzept bringt aber noch weitere Vorteile mit sich.

  1. Die Phasenverschiebung der Last kann + 90° bis – 90° betragen, also braucht an der Kompensation der Beleuchtungsanlagen aus dieser Sicht nichts geändert zu werden.
  2. automatisches, optimales Ermitteln der Einbrennzeit.
  3. Erkennung von Laststromänderungen (z. B. Start des Einbrennens bei Gruppenzuschaltung)
  4. unterbrechungsfreies und kontaktloses Umschalten der Absenkstufen
  5. Überlast- und Kurzschlussüberwachung/Abschaltung
  6. Störmeldeausgang (zum Ansteuern eines automatischen Bypasses)
  7. serielle Schnittstelle zur Parametrierung (erfolgt über ein anwenderorientiertes Windows-Programm) und optionale Vernetzung von Trafos
  8. updatefähiges Programm zum Einspielen eventueller Änderungen / Ergänzungen
  9. Interne Funkuhr zur Zeitsteuerung (bei Anschluss der optionalen DCF-Antenne)
  10. Interner astronomischer Brennkalender (bei Anschluss der optionalen DCF-Antenne)

Die Steuerung des Trafos muss an der zu steuernden Phase angeschlossen sein und steuert ihrerseits den Hauptschütz dieser Phase zum Ein/Ausschalten der Beleuchtungsanlage an. An einem Codierschalter können verschiedene Betriebsarten eingestellt werden. Vier potentialfreie Breitspannungseingänge (100-250 V AC/DC) stehen zur Ansteuerung des Trafos über Dämmerungsschalter, Zeitschaltuhr, Fernsteuersystem oder manuelle Kontakte zur Verfügung. Je nach eingestellter Betriebsart wird anhand der Eingänge die Ausgangsspannung in Abhängigkeit der Phasenspannung geregelt oder die Absenkstufe ohne Berücksichtigung dieser eingeschalten. Durch die Beschaltung der Eingänge können jederzeit, auf einfachste Weise (ohne Softwareänderung), die programmierten Absenkstufen, auf einen Minimalwert begrenzt werden. Ist eine DCF-Funkuhrantenne an den Trafo angeschlossen, kann die Zeitsteuerung des Hauptschützes und der Absenkstufen in Abhängigkeit der im Speicher hinterlegten Schaltzeiten erfolgen, was bedeutet, dass keinerlei externe Ansteuerungen (Schaltuhren usw.) mehr notwendig sind. Zu diesem Zweck wird durch die Trafosteuerung eine 5-kanalige Schaltuhr realisiert. Dabei kann für das Schalten des Hauptschützes ein astronomischer Brennkalender hinterlegt werden. Im Zusammenspiel mit einem „parallelen“ an die Steuerung angeschlossenen Dämmerungsschalter stellt dies das Optimum an Sicherheit dar. Die einfachste Lösung ist der Betrieb mit Dämmerungsschalter und ohne DCF Antenne. Dabei wird die interne Uhr durch die vom Dämmerungsschalter erkannten Sonnenauf- und untergangszeiten hinreichend genau dargestellt, und danach die programmierten Absenkstufen geschalten. Durch die Beschaltung der Eingänge wird die maximal mögliche Absenkung festgelegt.

Systemkomponenten

Hinweis:

Wir bieten neben den Standardausführungen auch weitere Varianten an. Des Weiteren ist auch, für Netz mit geringer Versorgungsspannung, bei allen Varianten andere Spannungsabsenk-werte möglich.

3kVA-Trafo NAP 5kVA-Trafo NAP 10kVA-Trafo NAP
3kVA-Trafo NAP 5kVA-Trafo NAP 10kVA-Trafo NAP
     
Installationssäule (klein) Installationssäule (groß)  
Installationssäule (klein) Installationssäule (groß)

Hinweis :

Die Säulen sind so ausgelegt, dass diese in einfachster Weise in vorhandene Beleuchtungsanlagen zwischen Einspeisung und Abgangssicherung der Lampenstromkreise eingebunden werden können.

 

Technische Grundlagen der Beleuchtungssteuerung

Jede Lichtquelle, basierend auf dem Prinzip der Gasentladung, benötigt nach dem Zünden eine Anheizphase, eine sogenannte „start-up-time“. Diese ist abhängig vom verwendeten Lampentyp und von der Umgebungstemperatur. Nach dieser Zeit kann dann die Versorgungsspannung reduziert werden, was wesentliche Vorteile bringt.

Dieses Prinzip ist auch der Hauptgedanke der Beleuchtungssteuerung NAP, welche den Steuerungskomfort und die Regeleigenschaften von Großanlagen, wie sich die älteste Entwicklungsvariante, die Mach II Anlage darstellt, mit der kompakten Bauform von einfachen Energiesparbausteinen verbindet. Der Betreiber von Beleuchtungsanlagen erhält mit dem System NAP eine Möglichkeit, die Betriebsspannung seiner Beleuchtungsanlage kontrolliert auf einen niedrigen Wert abzusenken, wobei Netzspannungsschwankungen ausgeregelt und somit die Beleuchtungsanlage vor den negativen Auswirkungen des Breitspannungsnetzes geschützt wird. Zusätzlich kann der Betreiber die Beleuchtungsanlage durch programmierten Betrieb optimal seinen Bedürfnissen anpassen.

NAP versorgt die Beleuchtungsanlage mit einer stabilisierten und programmgesteuerten Betriebsspannung und sichert somit eine konstante und gleichmäßige Beleuchtung.

Die Vorteile für den Betreiber liegen klar auf der Hand:

Einsatzbereiche für das System

Das System NAP eignet sich für den Einsatz mit allen Arten von Gasentladungslampen, einschließlich Floureszenzlampen und Kompaktleuchtstofflampen. Dabei ist der Einsatz unabhängig von den verwendeten Vorschaltgeräten. Selbst der Anschluss von Glühlampen und anderen elektrischen Geräten ist möglich.

Das System NAP wird z. B. angewendet bei:

Senkung der Wartungskosten

Zusätzliche Einsparmöglichkeiten ergeben sich bei dem Einsatz der Beleuchtungssteuerung NAP für Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten. Es können gezielt Lampen ermittelt werden, die defekt sind oder das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Durch die Absenkung der Versorgungsspannung der Beleuchtungsanlage per Hand auf die 190 V Stufe können die Leuchtmittel, die ausgetauscht werden müssen, erkannt werden. Diese beginnen dann zu flackern oder verlischen. Dadurch sinken die Material- und Lohnkosten im Wartungsbereich wesentlich.

Informationen zur technischen Lebensdauer der eingebauten Komponenten

Es werden 4.365,0 Stück Leuchtmittel HQL gegen Leuchtmittel NAV ausgetauscht. Parallel dazu werden die Vorschaltgeräte der umgebauten 4.365,0 Stück Leuchten ausgebaut und gegen neue Vorschaltgeräte für NAV-Bestückung ersetzt.

Des Weiteren werden 391 Stück Ansatzleuchten 2x40 W TL gegen Ansatzleuchten 1x50 W NAV-E ausgetauscht. Die Lebensdauer der hochwertigen Leuchten beträgt 30 Jahre.
Die von uns eingesetzten Osram-NAV-Leuchtmittel haben ab Werk eine Lebensdauer von 4 Jahren. Bedingt durch den Einsatz des Energiesparsystems NAP verlängert sich die Lebensdauer der Leuchtmittel auf 6 Jahre. Somit werden die Kosten für die Wartung der Leuchtmittel um 1/3 verringert, bzw bei den Leuchten 2x40 W Tl werden 2 von 3 Wartungsintervalle gespart.

Nach unseren Erfahrungen haben Transformatoren eine Lebensdauer von 30 Jahren. Dies gilt auch für die Transformatoren des NAP Systems.

Die Vorschaltgeräte für die NAV-Leuchtmittel haben ebenfalls eine Lebensdauer von 30 Jahren.

Grundlage für die Ermittlung der CO2-Einsparung

Die Ermittlung der CO2-Ersparnis wurde auf der Grundlage des Energiemixes für Strom laut Angaben der EVD Dormagen, Herr Hehmer ermittelt.
Dem liegen folgende Energiearten zu Grunde.

Der daraus resultierende Umrechnungsfaktor ist: 1 kWh = 0,514 kg/CO2.